Samstag 4.März 2000

Das TAGEBUCH der SUSANNE ZACH: UNIVERSITÄTSKINDERKLINIK GRAZ: Sa 4.März 2000:
Die Nacht war meinerseits ruhig, das rechtsseitige Liegen hat mir nicht sehr gefallen, weshalb ich mit der Herzfrequenz auch auf über 140 ging. Jetzt kommt bald meine Turnlehrerin, der Himmel ist bewölkt. STIMULATION der PROPRIOREZEPTOREN war das Thema heute und letzten Endes wurde ich aufgesetzt und konnte beim Fenster raussehen (wenn ich sehen hätte können). Danach kam die andere Physiotherapeutin und Papa durfte mich absaugen. Jede Menge Gatsch aus dem Rachen.....
Danach ging Papa in die Wohnung und sollte etwas kochen, aber kam dann verschlafen und doch nicht ausgeruht um 1/2 3 Uhr.....
Jetzt bin ich im festen Schlaf, Mama hat mich ganz mit Körperlotion eingerieben. Herzfrequenz 116, Atemfrequenz 23.
17.00 Uhr: eigentlich wollten wir mit dem Schlafsessel von Mama eine erste Runde am Gang drehen, aber die Schwester fand ihn nicht an. So sitze ich nun im Bett und bin wieder fest eingeschlafen. 18 26 Uhr: Hf 115 Af 19
NEUER REKORD ATEMFREQUENZ 104

Interpretation von SusiPapa:
Das Prinzip von uns Eltern war, Susanne rund um die Uhr zu betreuen, bei ihr zu sein und ihr das Gefühl zu geben, nicht alleine zu sein. Wir waren der festen Überzeugung, dass dieses GEfühl trotz des Komas übermittelt werden konnte. Daher taten wir alles so, als ob Susanne nicht im Koma wäre. Niemals über Prognosen an ihrem Bett zu sprechen war eines der Grundprinzipien, da wir die Meinung vertraten, der Komapatient würde dies eventuell hören und verstehen. Der Komapatient lebt aus dem HIER und JETZT: Daher hatte die Familie gesorgt, dass Susanne in all diesen MONATEN an der Intensivstation wenn dann nur vorübergehend alleine war. Außerdem hatten wir das Gefühl, nach dem, was alles geschehen war, dass wir Susanne beschützen müssten. Das Beispiel mit dem Absaugen des Sektretes in der Luftröhre kann zeigen, wie wichtig es ist, dass wir hier waren und wie die Haftlmacher aufpassten, immer wieder die Schwestern holten und auch die Physikotherapeuten anfordertern, um das Sekret abzusaugen. Wie schon berichtet, sterben viele Menschen an Lungenentzündungen durch diese nicht abtransportierten Sekrete in der Lunge. Viel schlimmer und gefährlicher bei einem Komapatienten, da er nicht in der Lage ist, dies abzuhusten. Hinsichtlich der kardialen Situation muss ich mich hier wieder wiederholen: es wurde uns nicht gesagt, was da drinnen am Herzen geschieht, dass die Aorta durch die Infektion abgerissen war und dass akute Lebensgefahr bestand. Niemand hat davon gesprochen und schön langsam wird es unglaubwürdig, dass Universitätskardiologen dies nicht gesehen haben können. WIESO WARUM UNIVERSITÄTSKINDERKLINIK GRAZ? WAS SOLLTE MIT SUSANNE GESCHEHEN ?

Das TAGEBUCH der SUSANNE ZACH: UNIVERSITÄTSKINDERKLINIK GRAZ:
Auszug aus dem Tageskalender von Papa:
Papa hat das erste Mal bei mir abgesaugt, nachdem er von der Physikotherapeutin angelernt wurde. Damit war nun das Theater zu Ende, immer jemanden zu suchen, der in der Lage ist abzusaugen. Oftmals wurde dies nicht oder verspätet gemacht, am Wochenende sowieso eine Katastrophe....
ABER: es beginnt sich was zu regen, nach betupfen der Hornhaut gab es erstmals Reaktionen, auch an Hand und Bein. Das waren wohl auch ein bisschen die Wünsche, die da mitgewirkt haben.....(es wird wohl eher ein Wunschdenken gewesen sein oder war es wirklich so- wir wissens nicht mehr )


 

 

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