EINLEITUNG

TAGEBUCH der SUSANNE ZACH: EINLEITUNG:
Das Tagebuch meines Papas hat dieser in den vielen vielen Stunden geschrieben, in denen er an meinem Krankenbett weilte, wenn er nicht mit mir beschäftigt war, oder selber ruhte und währenddem ich im Koma mit einer septischen Staphylokokkeninfektion an meiner implantierten Aorta und deren mechan. Kunstklappe, der eingetretenen Hirnmassenblutung, der durch die HEPARINÜBERDOSIERUNG eingetretenen Bauchblutungen, jeweils 2 x 500ml, um mein Leben kämpfte.
Ich darf zu der Geschichte auf meine Homepage http://www.behandlungsfehler.cc/Geschichte-Zach-Susanne verweisen, in der SIE zum Verständnis dieser unglaublich komplexen Geschehnisse nachlesen können.

Am 30.1.2000 erlitt ich die Heparinüberdosis mit der FEHLPROGRAMMIERUNG der Motorpumpe, Tage zuvor wurde die Blutverdünnung unzulässig im Stadium meiner septischen Endocarditis bis zu einer aPTT von 260 sec erhöht, obwohl der max. Wert 80 sec gewesen wäre. Am 22.1.2000 hatte ich sogar eine INR durch die orale Antikoagulation von über 9, dies eben im Stadium der infektiösen Endocarditis. Nach der Heparinüberdosis am 30.1.2000 erlitt ich sofort diese 2 Bauchblutungen, ich war deswegen schon inoperabel. Dazu kamen bereits erste Hirnblutungen. Dennoch wurde ich weiter blutverdünnt.... Am 2.2.2000 kam es zur spontanen Hirnmassenblutung, die mich sofort in tiefstes Koma brachte. Auch hier wiederum Inoperabilität, da der Neurochirurg wegen der bestehenden Blutverdünnung meinen Schädel zur Druckentlastung nicht öffnen konnte. Dazu die Sepsis aus der Infektion am Herzen. Wie ich aus dem Gutachten der Uni München nun weiss, war meine Kunst-Aorta bereits am 28.1.2000 vollständig vom Herzen gelöst. Dies haben die behandelnden Ärzte jedenfalls nach den vorliegenden Befunden nicht erkannt, meinen Eltern wurde dazu nie etwas gesagt. Dazu kann nur angemerkt werden, dass es absolut unverständlich und auch unglaubwürdig erscheint, dass dieser Abriss meiner Aorta vom Herzen in der Zeit an der Intensivstation der Universitätskinderklinik GRAZ, betreut von den einzigen Kinderkardiologen einer Uniklinik des Landes, über Monate nicht entdeckt wurde. Leider sind die Vermutungen/Verdachtsmomente dazu schrecklicher als man sich nur vorstellen kann. Aber das ist die Aufgabe der Staatsanwaltschaft in diese Richtung zu ermitteln......

Seit wenigen Tagen bin ich in Kenntnis, dass meine Herzhinterwand zur Hälfte durch einen massiven Infarkt zerstört wurde. Wann dieser Infarkt eingetreten ist, konnte noch nicht eruiert werden, es dürfte aber eine Milchmädchenrechnung sein, wenn man bedenkt, dass in der abgetrennten Aorta sich die Koronararterieneingänge befinden, die den Herzmuskel mit Blut versorgen. Ein massiver Hinterwandinfarkt bedeutet, dass die Koronararterie ganz an deren Abgang, also zentral verschlossen worden sein muss, oder eben durch einen Abriss die Blutversorgung des Herzens nicht möglich war.......

Meine Eltern und Teile der Familie haben nach Eintritt der Hirnblutung mich rund um die Uhr in der Intensivstation begleiten dürfen.WIESO WOHL DIESE EINZIGARTIGE ERLAUBNIS ?

Mein Papa und meine Mama haben sich abwechselnd die Nachtdienste geteilt und so war ich praktisch bis zu meinem Austritt aus der Kinderklinik am 14.5.2000 über diese vielen Monate rund um die Uhr behütet. Mein Papa hatte damals in Wien bei der WrGKK gearbeitet und ist jede zweite Nacht zu mir gekommen. Sein Dienst sah so aus:

Mo bis 10.00 Uhr bei mir. Dann Fahrt nach Wien, Dienstbeginn um 13.00 im Ambulatorium Mariahilferstrasse, GZZ 6.
DI Abfahrt um 13.30 Uhr von Wien nach Graz, Übernahme des Dienstes bei mir um 16.30-17.00 Uhr. Nachdienst
MI: war er bei mir bis 10.00, dann Fahrt nach Wien und Dienstantritt um 13.00 Uhr
DO Fahrt nach Graz zu mir um 13.30 Uhr, Dienstantritt um 16.30 Intensivstation und Ablöse der Familie.
Freitag 10.00 Uhr Fahrt nach Wien und Dienstantritt GKK um 13.00 Uhr.

An den Wochenenden haben Mama und Papa sich die Dienste weiter geteilt, dazu kamen aushilfsweise Oma und Opa, Tante U. , M. und G. sowie Onkel K. und W. In diesen Monaten gab es für meine Eltern null Freitzeit, mein Papa hatte viele Tausende von Kilometern auf der A1 verbracht. Als er eines Tages aus der Kinderklinik ging, fiel ihm auf, dass eine Narzisse am Wegrand blühte. Damit war ihm klar, dass der Frühling bereits eingetreten war.......

Vieles, vieles wird zu erzählen sein, was mein Papa dort alles miterleben durfte.

Aber mehr dazu morgen, wenn das Tagebuch geöffnet wird.


 

 

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